6 Punkte für die Damen I

Am letzten Heimspieltag der Damen I standen der Tabellendritte, der VC Östringen und der Tabellenvierte, der SV Sinsheim auf dem Spielplan. Allein diese Tatsache hätte gereicht, um den VSG Damen bewusst zu machen, dass dieser Spieltag wohl sehr anstrengend werden würde. Zusätzlich musste man auf Libera Jessi verzichten und mit einer verletzungstechnisch nur bedingt leistungsfähigen Diagonale antreten.

Der VC Östringen war der erste Gegner unserer Damenmannschaft und man hatte nur zu gut im Kopf, wie man sich in der Hinrunde von jenen Mädels gnadenlos abziehen ließ. Vielleicht war das auch noch in den Köpfen der Gegnerinnen, denn jene schienen ebenso überrascht wie wir selbst, als plötzlich bei der VSG alles klappte: Kaum eine Angabe wurde verschlagen, starke Angriffe machten dem VC Östringen das Leben schwer und die eigene Abwehr schien für den Moment so stark wie noch nie. Schnell konnten die Damen I der VSG den ersten und zweiten Satz mit 25:21 und 25:16 für sich gewinnen.

Gepushed von so vielen schönen Ballwechseln und erfolgreichen Punkten, trat man im dritten Satz optimistisch an. Der VC Östringen steht jedoch nicht unberechtigt in der oberen Tabellenhälfte und brachte, gestützt von der großartig spielenden Libera, die Bälle ebenso in unserer Feldhälfte unter. So gelang es dem VC Östringen eine dreipunkte Führung bei 24:21 zu erspielen. Beide Mannschaften kämpften nun um jeden Punkt und die Freude war groß, als die VSG Damen den Rückstand , für die VSG ungewöhnlich souverän, aufholen konnten und auch diesen Satz furchtbar knapp mit 29:27 gewannen.

Mit dem deutlichen 3:0 Sieg gegen den VC Östringen startete man voller Motivation auch in die zweite Partie gegen den SV Sinsheim 4, der nicht weniger schwach war als zuvor der VC Östringen.

Nach den ersten 10 Minuten nach Anpfiff war klar: Die Mannschaft mit dem längeren Atmen wird dieses Spiel gewinnen.

Der erste Satz war geprägt von sehr langen und schönen Ballwechseln auf beiden Seiten und nicht selten sah man die Spielerinnen auf dem Feld nach Luft ringen. So knapp wie es den ganzen Satz verlief, sah dann auch das Ergebnis aus: mit gerade einmal zwei Punkten Vorsprung gewann die VSG diesen Satz mit 25:23.

Dieser Satzsieg war jedoch für uns sehr wichtig, da es der Mannschaft zeigte, dass es durchaus möglich war dieses Spiel für sich zu gewinnen.

Schon in der ersten Satzpause wurde jedoch seitens der Spielerinnen nach Sauerstoffzelten und Tragen verlangt und ähnlich gestaltete sich dann auch der zweite Satz. Es wurde nicht weniger anstrengend und gerade bei der verletzten Diagonale wurde immer deutlicher, dass das Spiel langsam aber sehr sicher an den Kräften zehrte. So gelang es dem SV Sinsheim 4 das vorherige Ergebnis gerade rumzudrehen und diesen Satz mit 25:23 für sich zu entscheiden.

Im dritten Satz musste dann unsere Diagonale ausgewechselt werden und die Mannschaft sich damit von ihrer gewohnten Aufstellung verabschieden. Kurz sah es dann so aus, als ob man auch den dritten Satz verlieren würde, da sich immer mehr Eigenfehler und Unkonzentriertheiten in das Spiel der VSG einschlichen. Den Gegnerinnen gelang ein deutlicher Punktevorsprung und man sah den Spielerinnen der VSG sowohl die Anstrengung als auch die Anspannung deutlich an. Aber wir wären nicht die VSG, wenn wir nicht öfter mal für Überraschungen sorgen würden und so mobilisierten die Spielerinnen noch einmal ihre Kräfte und holten, zum Ärger der Gegner diesen Rückstand wieder auf. Unter dem Credo: „Kopf aus, nicht mehr denken, nur noch Spielen“, gewann die VSG diesen Satz noch mit grandiosen 25:22.

Im vierten Satz ist schwer zu sagen was die Motivation für den Sieg war. Wohl eine Mischung aus dem dringlichen Wunsch diese anstrengende Partie erfolgreich zu beenden und gleichzeitig der Angst, einem fünften Satz nicht stand halten zu können. Dennoch: die Motivation bei allen Spielerinnen hatte ihren Höhepunkt erreicht und unter dem Motto: „Und notfalls schreien wir uns zum Sieg!“ trumpften die Damen I, inzwischen unterstützt von den angereisten Herren, lautstark und in gewohnter Aufstellung ein letztes Mal auf. Mit 25:20 Punkten gewann man den letzten Satz und damit auch das Spiel 3:1 für sich.

Wir schauen zurück auf einen sehr anstrengenden, aber dennoch sehr erfolgreichen Spieltag, der uns wieder einmal zeigte, wie viel wir können, wenn wir müssen. Ohne Libera und Diagonale schienen sich alle anderen Spielerinnen ihrer Verantwortung auch in Angriff und vor allem in der Abwehr immer wieder bewusst zu sein und so konnte jede Einzelne einige Glanzleistungen auf ihr Konto verbuchen. Unser Trainer konkludiert: „Vielleicht einer der besten Spieltage, die wir als Mannschaft je gespielt haben.“

Wir bedanken uns bei allen Zuschauern, die diesen langen und kräftezehrenden Spieltag mit uns durchgestanden haben und uns dabei lautstark unterstützten.

Damit neigt sich die Saison dem Ende zu und unseren Damen I bleibt lediglich noch ein Auswärtsspiel am 06.04 in Höpfingen. Es bleibt zu hoffen, dass die Damen I ebenso souverän wie vergangenen Samstag aufspielen können und damit ihre Saison unerwartet erfolgreich beenden.

Es spielten: Carola Metz, Denise Schneider, Nongyao Kornelius, Michelle Gellrich, Dascha Kinzler, Carolin Jahn, Carina Rambacher, Alina Zimmermann, Nadja Rothweiler

Aktuelles